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Konflikte entstehen in der Regel dann, wenn Menschen das Gefühl haben, etwas gefährdet zu sehen oder gar zu verlieren, was ihnen lieb und wert ist. Abgesehen von materiellem Besitz legen Menschen großen Wert auf ihre Ideale, ihre Maßstäbe, Hoffnungen, ihren Ruf, Status und ihre Selbstachtung. Jede Infragestellung oder Bedrohung dieser Werte - sei sie wirklich oder nur eingebildet - kann zur Konfliktquelle werden zwischen Personen und Gruppen.


Konfliktbearbeitung

Die Erfahrung mit Kindern, die sich um dasselbe Spielzeug streiten, oder mit Gruppen, die für ihre Rechte kämpfen, oder mit Völkern, die für ihre Ideale Kriege riskieren, führt dazu, dass man Konflikte als ein natürliches Erscheinungsbild einer jeden Gesellschaft akzeptiert. Es wird unterstellt, dass Gegensätzlichkeit - die ja letztendlich unvermeidbar ist - immer Konflikt bedeutet. In anderen Worten: wenn zwei Menschen unterschiedliche Ziele äußern, so ist die gewöhnliche Reaktion einer Gruppe, zu fragen: „Welches von den beiden sollen wir wählen?“ Das bedeutet also, dass die Idee des Einen gewinnt, während der Andere verliert. Gewinnen / Verlieren ist die Ausgangslage einer jeden Konfliktsituation.

Seminar-AgendaZiele der Veranstaltung (Konfliktbearbeitung):

  • Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen stellen wir Ihnen Instrumente und Hilfsmittel zur Verfügung, mit denen Sie in der Lage sind, selbständig auch schwierige Konfliktsituationen dauerhaft zu bereinigen. Das Instrumentarium ist aus langjähriger praktischer Mediationserfahrung mit verschiedenen Konfliktsituationen in Firmen und Non-Profit Unternehmungen entwickelt worden und bezieht therapeutische Konzepte in das Training ein.

  • An Konflikten haben Gefühle einen bedeutenden Anteil. Auseinandersetzungen, die mit verschiedenen gegensätzlichen Meinungen ihren Anfang nehmen, entwickeln sich meist lawinenartig. Beide Seiten beziehen immer extremere Positionen - je intensiver die Emotionen inzwischen geworden sind. Das Interesse konzentriert sich darauf, den „Gegner“ zu besiegen. Ohne jede Rücksicht darauf, was oder wie viel dadurch gewonnen oder sogar verloren sein mag.
    Dieser Punkt ist daher eine grundlegende Betrachtung wert.

  • Hilfreich wäre jedoch, nicht allein die Lösung des Konflikts anzustreben, sondern auch die Aufmerksamkeit auf die Aufrechterhaltung einer nützlichen Zusammenarbeit zu richten. Dies bedeutet fortwährendes Bemühen um einen wünschenswerten Dauerzustand - und nicht, lediglich situativ-einmalig Schwierigkeiten zu beseitigen, wo und wann immer sie auftreten (beispielsweise vergleichbar mit dem Vorzug der präventiven Medizin gegenüber rein kurativen medizinischen Maßnahmen). Die Unterstützung in der praktischen Umsetzung dieser Sichtweise ist einer unserer Schwerpunkte.

  • Fertigkeiten und Gruppenklima - im ständigen Bemühen um verbesserte Zusammenarbeit entwickelt - vermindern nicht nur die Gefahr von Konflikten; beides zusammen liefert Praktiken, die sich bei der Handhabung von auftretenden Konflikten als hilfreich erweisen. Verstehen und Respekt vor Anderen sind hierfür Grundvoraussetzungen.

  • Sie erhalten im Training auch Hinweise auf Unterstützungsmöglichkeiten in speziellen Situationen (wie z.B. Suchtprobleme oder besondere Aggressivität), welche eine weitergehende Behandlung brauchen.