Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (Failure Modes and Effects Analysis)

Die FMEA beschreibt die Vorgehensweise, die genutzt wird, um frühzeitig neue Entwicklungen bei Produkten und Prozessen zu untersuchen. In Form von Szenarien werden dabei mögliche Fehler, deren Auswirkungen und Ursachen ermittelt sowie festgehalten, welche Erkennungsmöglichkeiten von aufgetretenen Fehler vorhanden sind. Heute werden in der Industrie vier verschiedene FMEA-Arten unterschieden. Dabei handelt es sich um:

Neben diesen klassischen vier FMEA-Arten hat sich eine Sonderform der Betrachtung etabliert. Dabei geht es um:

  • DRBFM (Design Review Based on Failure Modes)

Zu diesen unterschiedlichen Vorgehensweisen liegen detaillierte Bewertungstabellen vor, so dass die Vergleichbarkeit der Analysen untereinander gewährleistet wird. Basis für diese Bewertungen sind die Angaben der AIAG im entsprechenden "Blue Book" zur FMEA bzw. zur Maschinen-FMEA.

Lange Zeit beruhten Qualitätsmanagement- und Qualitätssicherungssysteme für Produkte und Prozesse fast ausschließlich auf Erfahrungen der Vergangenheit. In zunehmendem Maße ist die Produktentwicklung nun mit folgenden Rahmenbedingungen konfrontiert:

  • steigende Qualitätsanforderungen
  • gestiegene Kundenerwartung
  • sinkende Produktlebenszeiten
  • sich ständig verkürzende Gewinnzonen als Differenz zwischen Produktlebenszeit und Amortisationszeit
  • zunehmender Kostendruck insbesondere in den Hochlohnländern
  • hohe Umwelt- und Sicherheitsanforderungen durch verstärkte Sensibilisierung bei geringer werdender Akzeptanz für Restrisiken
  • Verschärfung der Situation durch Produkthaftungsbestimmungen

Der Zweck dieser Analyse ist die qualitative Bewertung von Systemen, Produkten oder Prozessen bzw. Maschinen hinsichtlich des möglichen Ausfalls einzelner Komponenten bzw. Prozessschritte. Die Untersuchung und Bewertung potentieller Fehlerarten und -ursachen ermöglicht ein frühzeitiges Aufdecken von Schwachstellen. Durch die Einführung geeigneter Maßnahmen werden Fehler vermieden und dadurch die Sicherheit und Zuverlässigkeit verbessert.

Abbildung: Kopfzeile eines FMEA-Formblatts

[Abbildung: Kopfzeile eines FMEA-Formblatts]

Die FMEA ist somit ein wirksames Instrument zur Risikoverringerung und Kostenminderung. Das Verfahren ist weitgehend formalisiert, damit die Untersuchung systematisch und vollständig durchgeführt werden kann.

Inhalt der 2-tägigen Basisveranstaltung sind die Grundlagen der FMEA, sowie die Einbindung der FMEA in das Qualitätsmanagement im Unternehmen. Anhand des FMEA-Formblattes werden die verschiedenen FMEA-Arten erläutert. Besonderer Fokus liegt in der Veranstaltung auf der Prozess-FMEA in Verbindung mit dem Process Control Plan und dem Process Flow Diagram, die eine Identifizierung und Umsetzung im Unternehmen sicherstellen und von Käuferseite gefordert werden. Weiter werden in den Veranstaltung die unterschiedlichen Möglichkeiten der Dokumentation erläutert und an einfachen Beispielen der Umgang mit den entsprechenden FMEA-Arten geübt.


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FMEA Bewertungstabellen
Hier gibt es zum kostenlosen Download praktische FMEA Bewertungstabellen (SAE-J1739) für die verschiedenen FMEA-Arten (DFMEA, MFMEA, PFMEA). Sie haben sich vielfach in der Praxis bewährt und sind unverzichtbare Begleiter jedes FMEA-Moderators.


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