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Die Norm besteht insgesamt aus 10 Teilen:

 

 

  1. ISO-26262 – part 01 - Vocabulary - Status: EN – 1st edition – 15.11.2011
  2. ISO-26262 – part 02 - Management of functional safety - Status: EN – 1st edition – 15.11.2011
  3. ISO-26262 – part 03 - Concept phase - Status: EN – 1st edition – 15.11.2011
  4. ISO-26262 – part 04 - System level - Status: EN – 1st edition – 15.11.2011
  5. ISO-26262 – part 05 - Hardware level - Status: EN – 1st edition – 15.11.2011
  6. ISO-26262 – part 06 - Software level - Status: EN – 1st edition – 15.11.2011
  7. ISO-26262 – part 07 - Production and operation - Status: EN – 1st edition – 15.11.2011
  8. ISO-26262 – part 08 - Supporting processes - Status: EN – 1st edition – 15.11.2011
  9. ISO-26262 – part 09 - ASIL - Status: EN – 1st edition – 15.11.2011
  10. ISO-26262 – part 10 - Guideline - Status: EN – 1st edition – 01.08.2012

 

 

 

Zur Zeit existiert diese Norm nur in englischer Sprache und nach unserem Kenntnisstand ist es auch nicht geplant, die Norm offiziell in Deutsch zu veröffentlichen.

Auf drei Punkte möchten wir an dieser Stelle deutlich aufmerksam machen:

Niemand kann sich oder sein Produkt nach dieser Norm zertifizieren lassen!

Die Norm gibt „lediglich“ eine Vorgabe dafür, wie ein Entwicklungsprozess gestaltet werden sollte, um den Anforderungen der Funktionalen Sicherheit zu genügen. Am Ende der Entwicklung kann man sich von einer offiziellen Prüforganisation eine Bescheinigung geben lassen, dass die verwendeten Prozesse und Werkzeuge den Anforderungen der zu Grunde liegenden ASIL Einstufung genügen sollten. Aber auch damit hat man keinen „Freifahrtschein“ erworben.

Niemand MUSS nach dieser Norm entwickeln!

(selbst wenn auch wir im zweiten Satz auf unserer ersten FuSi-Seite das so formuliert haben – zur Vereinfachung!) Das Problem dabei ist: Wenn es mal zu einem Schadensfall (Verletzung von Personen / Todesfall) kommen sollte und der Richter oder Staatsanwalt fragt dann nach der Einhaltung der Norm (Stand der Technik), dann hinterlässt die Nichtanwendung einer solchen Norm einen dauerhaft schlechten Eindruck.

Die Norm gilt nach ihrer Aussage nach nur für PKWs bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht

Diese Aussage dient lediglich dazu, sich als Herausgeber der Norm gegenüber weiteren Ansprüchen abzusichern. Umgekehrt kann man zum Beispiel als Hersteller von LKWs oder Bussen diese Norm nicht einfach ignorieren, da es sich um einen dokumentierten Stand der Technik handelt.

Versuchen Sie mal jemanden zu erklären, warum Sie eine besondere Sorgfalt bei der Entwicklung eines Motorsteuergerätes für einen PKW mit 1.500kg Gesamtgewicht und 5 Sitzplätzen haben walten lassen, aber die Kollegen, die ein ähnliches Steuergerät für einen Bus entwickeln (25 Tonnen / 50 Sitzplätze), sich nicht an die Vorgaben der Norm halten sollten. Aber auch das wird erst interessant, wenn es zu einem Schadensfall kommen sollte...