Poka Yoke / Error Proofing

Der Ausdruck „Poka Yoke“ bedeutet übersetzt: „der zufällige, unbeabsichtigte Fehler“ (Poka) und „Vermeidung, Verhinderung“ (Yoke) - also komplett: „Vermeidung von zufälligen Fehlern“. „Error Proofing“ ist der englische Ausdruck für „Poka Yoke“, manchmal wird auch der Ausdruck „Mistake Proofing“ benutzt. Dieser Ausdruck bedeutet in der Übersetzung „Fehlervermeidung“.

Intuitiv scheint jedermann klar zu sein, was Fehler sind. Danach gefragt, ist es aber gar nicht so leicht, den Begriff „Fehler“ genau zu definieren. Im Allgemeinen wird versucht, Fehler dadurch zu beschreiben, was sie nicht sind, zum Beispiel:

  • nicht richtig,
  • nicht erwartungsgemäß oder
  • nicht funktionierend

Bezogen auf Poka Yoke ist es jedoch nötig, eine allgemeingültige Definition des Fehlers zu verwenden: „Der Fehler ist die Abweichung, die am Produkt auftritt!“

Gestützt wird diese Definition durch die Norm DIN EN ISO 8402, die den Fehler und den Mangel beschreibt. Aus dieser Definition leitet sich die Kausalkette der Fehler ab: Beginnend bei der Fehlerursache, über den Fehler zur Fehlerfolge.

  • Die Fehlerursache ist die jedem Fehler vorhergehende Fehlhandlung.
  • Der Begriff Fehler bezieht sich auf den eigentlichen Fehler am Produkt.
  • Die Fehlerfolge beschreibt die Auswirkung des Fehlers am Produkt.

Ziel einer jeden Organisation ist es ohne Fehler zu arbeiten. In der Realität gibt es allerdings keine fehlerfrei arbeitende Organisation. Aus diesem Verständnis heraus begründet sich das Null-Fehler-Ziel. Dies ist ein strategisches Ziel, ein Idealzustand, dem sich ein Unternehmen nähern möchte. Ein wichtiges Element diesem Ziel zu entsprechen ist die Implementierung von Poka Yoke im Unternehmen. Poka Yoke gliedert sich in drei Bereiche:

  • Fehlervorbeugung gewährleistet durch entsprechende Einrichtungen eine Verhinderung von Fehlern, wie zum Beispiel durch Änderung eines Operationsablaufs.

  • Fehlerbewusstsein bezieht sich auf die Prozessbeteiligten. Erst über das Bewusstsein, dass Fehler auftreten können, beginnend in der Designphase bis in die Produktion, können Fehler gefunden und Ursachen beseitigt werden.

  • Fehlererkennung sorgt dafür, dass ein Fehler der trotz aller Maßnahmen entstanden ist, durch entsprechende Einrichtungen sicher erkannt wird und nicht zum Kunden gelangt.
Kleiner i-Q-Mitarbeiter zeigt den Arbeiter

Um ein Problem zu lösen, bzw. einem Fehler auf die Schliche zu kommen, ist es unbedingt nötig, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Der Problem-Lösungs-Prozess mit seinen fünf Schritten hilft die Ursachen zu identifizieren und führt bis zur Abstellung des Problems. Dieser Prozess gliedert sich in 5 Abschnitte:

  1. Im ersten Schritt wird das Problem identifiziert.
  2. Im zweiten Schritt wird das zuvor identifizierte Problem analysiert.
  3. Im dritten Schritt wird die Implementierung der zuvor gewählten Abstellmaßnahme geplant.
  4. Der vierte Schritt befasst sich mit der Umsetzung, also der Realisierung der gewählten Abstellmaßnahme.
  5. Im abschließenden fünften Schritt wird die gewählte Abstellmaßnahme auf ihre Wirksamkeit hin überprüft. Ist eine Verbesserung eingetreten oder zeigt sich keine Wirkung, was zu einem erneuten Durchlauf des Prozesses führen würde.

Error Proofing harmoniert mit vielen in der Anwendung befindlichen Qualitätsmaßnahmen und stellt in seiner Anwendung eine gutes und einfach zu implementierendes Verfahren dar, mit dessen Hilfe Fehler vermieden oder zumindest sicher erkannt werden, was die Ausschussraten senkt und die Kundenzufriedenheit steigert.

Flipchart mit Seminar-Agenda
Wo gibt es ein Seminar dazu?

Feste Termine finden Sie auf der Termineseite. Selbstverständlich bringen wir den Experten auch inhouse zu Ihnen - fragen Sie uns einfach per Formular. Gerne berücksichtigen wir auch Ihre Vorschläge.

Einen Überblick über mögliche Seminarinhalte ist auf der Seite QM-Seminar Poka Yoke - Error Prooving zusammengestellt.

Sie haben Fragen dazu? Sie möchten uns Ihre Meinung, Ihre Erfahrungen mitteilen? Senden Sie uns einfach eine E-Mail. Wir antworten per Mail, auf dem Postweg oder telefonisch.