Problemlösung / Entscheidung

Der Unternehmensalltag wird häufig als sehr komplex wahrgenommen und verlangt von dem einzelnen Mitarbeiter die Fähigkeit, durch strukturiertes Vorgehen die unterschiedlichen Situationen nach Prioritäten effizient anzugehen. Dazu bedarf es der Kompetenz, Probleme zu lösen, Entscheidungen begründet und sinnvoll zu fällen und diese anschließend wohl geplant in die Realität umzusetzen.

Auf Grund von Zeitnot oder Überbelastung werden Probleme und vor allem ihre Ursachen häufig nur schlecht oder gar nicht betrachtet. Falsche Entscheidungen können fatale Folgen haben und unstrukturierte, oberflächliche Planung führt zwangsläufig ins Chaos. Durch einen Ablauf, welcher den Problemlösungs-, Entscheidungs- bzw. Planungsprozess systematisiert, werden solche Fehler vermieden. Der Betroffene kann sich auch in belastenden Situationen an diese Systematik halten. Sie ist ein Leitfaden, der nicht nur Zeit sparen hilft, sondern auch eine vollständige Betrachtungsweise von Sachverhalten sicherstellt und somit zur Qualität der individuellen Arbeit beiträgt.

Bei den Problemlösungs- und Entscheidungstechniken handelt es sich um ein Basistraining, das jeder Mitarbeiter ausnahmslos besucht haben sollte. Der Einstieg erfolgt über die Situationsanalyse, in der die Aufgaben strukturiert und geordnet werden ohne sie dabei zu lösen. Dies ist ein grundlegende Herangehensweise, um allein oder im Team die Aufgaben zu definieren und dann zu priorisieren. Aus der Situationsanalyse ergeben sich drei unterschiedliche Herangehensweisen, um die anstehenden Aufgaben zu bearbeiten:

  • Ich habe eine Abweichung und kenne die Ursache nicht. (Ursachenanalyse)
  • Ich habe mehrere Alternativen und weiß nicht, welche die beste ist. (Entscheidungsanalyse)
  • Ich habe eine Planung und muss mir überlegen, was alles schief gehen könnte und was ich im Vorfeld machen kann, damit die befürchteten Probleme nicht eintreten werden bzw. die Auswirkungen minimiert werden. (Plananalyse)

So strukturiert können die meisten Probleme wesentlich effektiver und nachhaltiger gelöst werden und außerdem steht am Ende des Lösungsprozesses auch eine einwandfreie Dokumentation des Lösungsweges zur Verfügung, so dass die Nachvollziehbarkeit gewährleistet ist. Frei nach dem Motto: „Wir haben angeblich keine Zeit es richtig zu tun, wir brauchen aber die Zeit um es noch mal zu machen!“ (Murphy), hilft diese Herangehensweise eine Struktur in die betrieblichen Abläufe zu bringen, beginnend bei jedem einzelnen Mitarbeiter bis zu kompletten Teams in und aus unterschiedlichen Bereichen.

Der Fokus unserer Seminare zu diesem Thema liegt in der praktischen Umsetzung der Techniken. Neben den theoretischen Erläuterungen wird von der Einzelarbeit bis hin zur Gruppenarbeit mit getrennten Rollen die betriebliche Realität simuliert. Hier stehen mehrere Trainingsbeispiele zur Verfügung, die an die Teilnehmerbedürfnisse angepasst werden. Somit kann in der Trainingsumgebung der praktische Bezug geschaffen werden, der den Teilnehmern im Nachhinein hilft, die Techniken im Arbeitsalltag umzusetzen.

Die Situationsanalyse

Bei der Situationsanalyse handelt es sich um einen Denk- und Lösungsansatz, aus dem sich drei weitere Analyseformen direkt ableiten:

Analyseformen

3. Die Plananalyse

Die Systematik der Plananalyse stellt die dritte Analyseform dar. Mit Hilfe dieser Analyse sind Sie in der Lage, die Aus- bzw. Durchführung von Entscheidungen und Aktivitäten abzusichern, so dass diese mit einem Minimum an Risiko abgeschlossen werden können. Ziel ist es, eventuell auftretende Probleme gar nicht erst entstehen zu lassen. Dies bedeutet, dass sich die Plananalyse mit Ereignissen und Problemen beschäftigt, die in der Zukunft liegen.

Dabei ist zu beachten, dass die Plananalyse eine „Plan-Absicherung“ darstellt und keine eigentliche Planung. Obwohl sich beide mit der Zukunft beschäftigen, liegt der Unterschied darin, dass die Plan-Absicherung den Erfolg eines „Plans“ absichert, also erst nach der Erstellung des Planes einsetzt und wirksam werden kann.

Der Prozess der Plan-Absicherung umfaßt 2 Phasen:

  1. Überprüfung der Planabschnitte und Ermittlung der kritischen Planteile
  2. Untersuchung möglicher Abweichungen (potentielle Probleme)

Die Systematik der Plananalyse vermitteln wir nicht in einem Einzelseminar. Sie ist Bestandteil der beiden Seminare zu den Themen Ursachen- und Entscheidungsanalyse.

Da die Plananalyse im Bereich der Automobil- und Automobilzulieferindustrie eine vereinfachte Systematik der Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA) darstellt, verweisen wir an dieser Stelle auch auf die FMEA-Thematik im Bereich Leistungen auf unseren Seiten.


Sie haben Fragen dazu? Kontaktieren Sie uns einfach oder fordern Sie unverbindliche Informationen an.