„Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Männer zusammen, um Holz zu beschafffen und Werkzeuge vorzubereiten..., sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlos weiten Meer.“

Antoine de Saint-Exupéry


Das formulierte Ziel ist der Brückenschlag zwischen Imagination und Realität. Denn nur was als Ziel formuliert wurde, kann überhaupt erreicht werden. Aus diesem Sachverhalt heraus werden Mitarbeiter erst in die Lage versetzt, Erfolg auf Grund von erreichten Zielen zu erleben. Festgelegte Ziele erscheinen damit als unabdingbare Grundlage jeder sinnvollen Aktivität im Unternehmen. Dies bedeutet nicht notwendigerweise, dass die „Autobahn“ die beste Strecke und der „Sportwagen“ das beste Medium ist. Ein Kleinwagen ist zum Beispiel in der Stadt handlicher und damit besser als eine große Limousine. Es hängt offensichtlich von der Anforderung ab, wie man das Ziel am Besten verfolgt.

Heute verfügen nach Zink nur etwa 30% der Unternehmen über formulierte Ziele. Die Zeitschrift `Elektronik´ berichtet, dass weniger als 10% der Unternehmen in der Lage sind, die für sie gültigen Erfolgsfaktoren zu benennen. Daher stellt sich im Unternehmen die Aufgabe, Leitbilder und Zielsysteme als Führungsinstrumente zu entwickeln.

Ziele werden in einem Prozess der Zielvereinbarung zwischen der Leitung des Unternehmens, den Vorgesetzten und den Mitarbeitern diskutiert, korrigiert und im Konsens verabschiedet, denn nur akzeptierte Ziele werden handlungsleitend. Anzumerken bleibt der mögliche psychologische Druck, der in einem System der Zielvereinbarung als Folge der „Selbstverpflichtung“ zu hoher Leistung oder zu nicht erreichbaren Zielen auftreten kann.

Die Primärmotivation des Menschen ist nach Maslow sein Wille zum Sinn. Daher kann man davon ausgehen, dass der einzelne Mitarbeiter prinzipiell bereit ist, sinnvoll - das heißt: effektiv und effizient - zu handeln. Betrachtet man daher minder motivierte Mitarbeiter als das „Ergebnis“ ihres arbeitsorganisatorischen Umfelds, so gilt es, dem Subsidiaritätsprinzip zu folgen. Dieses besagt, dass Entscheidungen auf der untersten möglichen Ebene getroffen werden, auf der sie anliegen und entschieden werden können.

In einem sich schnell verändernden Markt ist diese Dynamik eines Unternehmens von außerordentlicher Bedeutung, geradezu überlebensnotwendig. Nur wer sich den Veränderungen schnell anpassen kann oder sie gar selbst initiiert, wird sich auf dem Markt behaupten können und den Anforderungen gewachsen sein.

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